Ich möchte es einfach tot schweigen.
Ich will nicht mehr nach dem Wieso, Weshalb und Warum gefragt werden. Es ist passiert - und das Leben geht weiter.
Trotzdem. Mein Lachen lässt nach, meine Antreibslosigkeit steigt und die Einsamkeit kehrt wieder an seinen Platz zurück. Die Leute fragen mich, warum ich nach so einer Sache nicht weine, warum ich nicht weinen kann. Die Sache ist einfacher zu erklären, als man denken mag. Ich kann einfach nicht mehr weinen. Es ist schon ein großer Schritt, wenn sich zwei, drei gefühlte Tränen in meinen Augen bilden und ohne das leiseste Blinzeln von selbst verschwinden, als wären sie nie dagewesen.
Manchmal ist es sogar schwer zu atmen. Ich schwelge in der Zukunft und in der Vergangenheit, aber bloß nicht in der Gegenwart. Ja, die Vergangenheit - die letzten Monate - waren viel zu viel. Viel Veränderung, viel Stress. Und die Zukunft? Das weiß ich nicht. Die Zukunft sah einseitig gut aus. Einseitig für dich. Was die Gegenwart betrifft, so ist und bleibt sie leer.
Ich weine auf meine Weise. Innerlich. Jetzt noch. Morgen vielleicht nicht mehr. Oder übermorgen. Aber, irgendwann wird es auch mich einbrechen, dies ist leider so sicher, wie das Amen in der Kirche. Ich will nicht, dass es mich übermannt. Ich möchte, dass ich dies überspringe und sofort zu dem Das Leben geht weiter - Part komme.
Genau diesen Part rede ich mir jetzt ein. Doch, um den tätigen zu können, muss weitaus mehr geschehen. Mehr als ein Wunder.
Maybe I'll just try to walk over the oceans. I might find a miracle.

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